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Papageienhaltung - Einzelhaltung, das Reizthema

Tatsächlich höre ich immer wieder dass Papageien einzeln gehalten werden. Der Vogel spreche mehr, sei zahmer, eine engere Bindung zum Menschen usw. sind dann die Antworten wenn man nach dem Warum

fragt.

 

Leider ist es so, dass wenn Papageien einzeln gehalten werden, sie sich den Menschen als Bezugsperson respektive als Partnerersatz auswählen. Was bleibt ihm den ja auch anderes übrig. Aber ein Papagei lebt in freier Natur im Schwarm und würde in Gefangenschaft elend verkümmern ohne Bezug zu einem

Partner. Also sucht er sich die Nähe eben beim Menschen. 

 

Aber was soll denn so schlimm daran sein, denkt sich mancher?!?

 

Eine Beziehung zwischen Mensch und Tier kann nie restlos erfüllt sein. Die verschiedenen Verhaltenssituationen wie z.B. gegenseitiges Füttern, Federpflege oder auch Verständigen in der „eigenen“ Sprache kann ein Mensch niemals ersetzten. Dazu kommt dass ein Mensch einem Einzelvogel ja auch

nicht jederzeit zur Verfügung steht. Und zumal es auch zu psychischen Störungen führen kann.

Oft fangen sich Einzelvögel an zu rupfen, werden zu Schreier oder werden gar aggressiv. Natürlich hat man bei einer Paarhaltung keine Garantie dass sich keine Probleme entwickeln können, jedoch sind diese Vögel meist entspannter und sicher auch glücklicher in ihrem Leben. 

 

Zutraulichkeit und Zahmheit kann trotz Paarhaltung trainiert werden. Wenn man die Vögel ins alltägliche mit einbezieht werden diese bald mal durch ihrer Neugierde schnell mutiger, interessierter und früher oder später auch zutraulicher. Mit dem gemeinsamen Vogelpartner neues entdecken und erleben macht auch viel mehr Spass, als alleine! So nach dem Motto, gemeinsam sind wir stark!

 

Dieser Beitrag soll eben diesen Menschen die Augen öffnen und an den gesunden Verstand appellieren.

Ich hoffe der ein oder andere nimmt sich dies zu Herzen. 

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